Johannes Kohlhaus

Zweifelsohne wurde mir die Liebe zur Musik in die Wiege gelegt. Meine mit mir schwanger gehende Mutter forderte mich schon durch ihr Akkordeonspiel zum Tanze auf; und mein Vater pflegte – neben seiner Architektur und dem späteren Hegen und Pflegen des Waldes –die Violine in der Kammermusik und das Blasen von Hörnern.

Als Knabe wuchs ich – nach ersten zarten Versuchen häuslicher Klaviermusik – mit der kleinen Spielmannsflöte auf, die ich dann später gegen die große Schwester Konzertflöte tauschte.

Da meine musischen Vorträge nicht als organisierte Geräusche gewertet, sondern als Ausdruck einer gewissen Begabung erkannt wurden, gab es für mich nur ein Ziel: mein Leben vollends der Tonkunst zu widmen. Von unbändiger Neugier beseelt, wurden die Studienjahre an den Musikhochschulen in Düsseldorf und Köln genüsslich durchlebt und mit dem Examen absolviert. Schon während dieser Zeit liefen parallel pädagogische Herausforderungen an allgemeinbildenden Schulen und dem später nebenamtlichen Schuldienst an der Clara-Schumann-Musikschule. Ich erwarb ein Zertifikat für Musikschulleiter, schrieb Musikkritiken und außermusikalische Berichte als freier Mitarbeiter bei der Rheinischen Post.

Aufmerksam durch einen solistischen Beitrag während eines WDR-Konzertmitschnitts geworden, erhielt ich einen Lehrauftrag für Querflöte und Didaktik an der Universität Koblenz.

Mein künstlerisches Streben aber war und ist die Welt der Podien und Emporen, die mir erlebnis- und lehrreiche Wanderjahre als Solist, Ensemblemitglied und Mitgestalter in verschiedenen Orchestern bescherten. Als Gelegenheitskomponist hatte ich die Ehre, für die Kindernothilfe oder die Deutsche Organspendenhilfe zu schreiben.

Als Lebensaufgabe aber betrachte ich die kreativen Herausforderungen und Ereignisse mit und für das Ensemble Musica Variata, über dessen Geschichte auf dieser Webseite zu lesen und zu hören ist.

So bin ich dankbar, eine Welle im BACH der unendlichen Klangwelten sein zu dürfen.